Die unterschätzte Gefahr von Sommergewittern: Wenn der Balkon zum Pool wird
Dringt nach einem starken Unwetter Wasser über den vollgelaufenen Balkon in die Wohnung ein, ist das nicht zwangsläufig ein Fall für die Hausratversicherung.
Dringt nach einem starken Unwetter Wasser über den vollgelaufenen Balkon in die Wohnung ein, ist das nicht zwangsläufig ein Fall für die Hausratversicherung.
Seit 1980 haben sich hierzulande die Schäden beispielsweise durch Extremwetter verfünffacht. Die in Deutschland tätigen Versicherer haben jetzt ein Modell vorgelegt, wie flächendeckende Verfügbarkeit, langfristige Versicherbarkeit und Bezahlbarkeit von Elementarschutz in der Praxis erreicht werden können. Elementar Re ist ein zentraler Baustein für dieses System.
Starkregen, Überschwemmungen, Sturm und Hagel haben 2024 in Deutschland versicherte Schäden in Höhe von 5,7 Milliarden Euro verursacht. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Naturgefahrenstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.
Der Klimawandel ist nicht nur eine ökologische, sondern auch eine ökonomische Belastung. So kosteten sogenannte Elementarschäden die deutsche Versicherungswirtschaft in den vergangenen 50 Jahren deutlich mehr als 200 Milliarden Euro.
Die deutschen Versicherer schllagen vor, dass es künftig nur noch Wohngebäudeversicherungen geben soll, die auch sogenannte Elementargefahren wie Hochwasser und Starkregen abdecken. Das beinhaltet, auch, bestehende Verträge um einen Elementarschutz-Baustein zu ergänzen.
Die Versicherungsschäden für die Juli-Flut kalkulieren die Versicherer bislang mit rund sieben Milliarden Euro. Davon entfallen etwa 6,5 Milliarden Euro auf Wohngebäude, Hausrat und Betriebe sowie rund 450 Millionen Euro auf Kraftfahrzeuge. Auch bei der SIGNAL IDUNA sind bisher Schäden in dreistelliger Millionenhöhe aufgelaufen.
Auch in Teilen Nordrhein-Westfalens hatte das Unwetter-Tief „Bernd“ im Juli schwere Schäden verursacht. Das Land leistet wie andere betroffene Bundesländer Wiederaufbauhilfe. Doch wird das nicht die Regel sein, warnt die SIGNAL IDUNA Gruppe.
Sturmtief "Bernd": SIGNAL IDUNA lässt ihren Kunden schnelle und unbürokratische Hilfe zukommen. Dazu gehören kurzfristige Vorauszahlungen und beschleunigte Regulierungsprozesse. Vor Ort verstärken zudem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Hauptverwaltung Dortmund die Teams. Darüber hinaus sind Spezialisten eingebunden, um die Schadenaufnahme vor Ort und die Regulierung zu beschleunigen.
(September/Oktober 2018) Bereits in den ersten sechs Monaten 2018 beliefen sich die versicherten Sturm-, Hagel- und Starkregenschäden an Wohngebäuden auf 1,3 Milliarden Euro. Damit erreichen die Schäden schon jetzt fast den zehnjährigen Jahresdurchschnitt, der bei 1,4 Milliarden Euro liegt.
Für die schwere Unwetterserie zwischen Ende Juni und Anfang Juli betragen die Entschädigungsleistungen für Versicherte rund 600 Millionen Euro.
(Mai 2017) Die Informationskampagnen zahlreicher Bundesländer zum Thema „Elementarschäden“ zeigen Wirkung. So ist die Zahl der entsprechend versicherten Häuser deutlich gestiegen. Eine erfreuliche Entwicklung, wenngleich der Nachholbedarf groß bleibt, so die SIGNAL IDUNA.
Die Zahl der als stark von Hochwasser bedroht geltenden Gebäude in Deutschland ist um 30 Prozent gesunken. Für 58.000 Hausbesitzer ist es nun deutlich einfacher, ihr Gebäude gegen Elementarschäden zu versichern. Das teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit.