SIGNAL IDUNA folgen

Antennenfernsehen liefert bald besseres Bild: DVB-T2 steht schon in den Startlöchern

Blog-Eintrag   •   Sep 03, 2015 15:24 CEST

(September 2015) DVB-T, das über terrestrische Sender abgestrahlte Fernsehen, wird aufgebohrt: Als DVB-T2 wird es demnächst hochauflösende TV-Bilder bieten. Bis 2019 soll es die Vorgänger-Version ablösen. Darauf weist die SIGNAL IDUNA hin.

Neue Technik, neue Geräte – das gilt auch hier. Von dem neuen Übertragungsstandard profitieren nur entsprechend ausgestattete Empfänger. Die herkömmlichen DVB-T-Tuner oder -Receiver – ob in den Fernseher eingebaut oder als sogenannte Set-Top-Box – können das Signal nicht verarbeiten. Ältere TVs kann man aber mit einem externen DVB-T2-Receiver wieder auf die Höhe der Zeit bringen.

Einige neue TV-Geräte verfügen bereits über ein DVB-T2-Empfangsteil. Doch beim Kauf gilt es aufzupassen, da DVB-T2 in Deutschland das moderne, besonders effiziente Komprimierungsverfahren H.265 (weitere Bezeichnung: HEVC, High Efficiency Video Coding) verwenden wird. In anderen Ländern wie Österreich oder Frankreich, wo DVB-T2 bereits länger genutzt wird, ist das nicht der Fall. Wer sicher sein will, für die Verwendung in Deutschland geeignete Geräte zu kaufen, muss also darauf achten, dass sie den H.265- bzw. HEVC-Kompressionsstandard verarbeiten, rät die SIGNAL IDUNA, Dortmund/Hamburg. Ein rechteckiges grünes Logo mit dem Zusatz „DVB-T2 HD“ wird Orientierung darüber bieten, welche Geräte diese Bedingung erfüllen.

Zu sehen gibt es mit der neuen Technik ohne weitere Zusatzkosten auf jeden Fall Programme der öffentlich-rechtlichen Sender. Auch kommerzielle Anbieter interessieren sich für DVB-T2. Das Verfahren gestattet die Verschlüsselung von Inhalten und ermöglicht dadurch auch Bezahl-Angebote.

DVB-T-Zuschauer haben noch Zeit für die Umstellung, so die SIGNAL IDUNA. 2016 soll es erste DVB-T2-Sendungen geben, voraussichtlich zur Fußball-Europameisterschaft im Sommer. Ab 2017 soll in den einzelnen Regionen nach und nach bis Mitte 2019 der Regelbetrieb eingeführt werden. Danach ist Schluss mit dem bisherigen DVB-T. Der Betrieb endet und die Sendefrequenzen werden frei. Nichts von dieser Veränderung mitbekommen werden diejenigen Fernsehzuschauer, die über Kabel, Internet oder Satellit ihre Programme empfangen.

Angehängte Dateien

Word-dokument