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Thomas Brahm, Vorsitzender PKV-Verband: Die Bundesregierung muss Strukturreformen für die Pflegeversicherung angehen. Foto: PKV-Verband

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Pflegereform: PKV präsentiert umfassendes Reformpaket für echte Strukturreformen

Das Bundesgesundheitsministerium erwartet für 2027 ein Defizit in der sozialen Pflegeversicherung von sechs Milliarden Euro. Mit einem 3-Säulen-Sofortprogramm zeigt der PKV-Verband den Weg zu einer zukunftssicheren Finanzierung der Pflegeversicherung, ohne die Beitragszahler weiter zu belasten.

Um die Beitragssätze zu stabilisieren, dürfen die Ausgaben der Pflegeversicherung künftig nicht schneller wachsen als die Einnahmen. Als größter Kostentreiber müssen die Zuschläge zu den Eigenanteilen in Pflegeheimen reduziert werden. Sie kosten Beitragszahler und Steuerzahler jährlich acht Milliarden Euro, nutzen nur den weniger als 20 Prozent stationär Gepflegten. Sie belasten insbesondere jüngere Menschen und deren Arbeitgeber, während Ältere mit Privatvermögen davon profitieren. Stattdessen muss der Staat Eigenverantwortung und die kapitalgedeckte private Pflegevorsorge als Teil der Altersvorsorge fördern – durch steuerliche Anreize und Entgeltumwandlung.

Um die Leistungsfähigkeit des Systems langfristig zu sichern, muss die Pflegeversicherung ihre Leistungen stärker auf diejenigen konzentrieren, die sie wirklich benötigen. Dafür muss das Begutachtungsinstrument neu gewichtet und an den ursprünglichen Expertenempfehlungen ausgerichtet werden. Zudem sind durch die Einführung eines flexiblen, sektorenübergreifenden Pflegebudgets und der konsequent präventiven Ausrichtung des Pflegegrad 1 Einsparungen von rund 5 Milliarden Euro möglich. Gleichzeitig wird die ambulante Pflege von Angehörigen und Ehrenamtlichen gestärkt.

Prävention ist der entscheidende Hebel, um Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern oder gar zu verhindern und somit das Versorgungssystem zu entlasten. Das PKV-Sofortprogramm sieht vor, Gesundheitsförderung und Prävention fest in die Leistungen der Pflegeversicherung zu verankern. Der Pflegegrad 1 sollte konsequent präventiv ausgerichtet werden, beispielsweise durch Beratungsangebote, Pflegekurse und Hilfsmittel, um Pflegebedürftigkeit zu verzögern oder zu vermeiden.

Ansprechpartner:
PKV-Verband
Dominik Heck
Leiter des Bereichs Kommunikation

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