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Verkehr: Blechschäden häufen sich in der Adventszeit

Blog-Eintrag   •   Nov 19, 2019 08:05 CET

Gerade in der Vorweihnachtszeit kracht's besonders häufig. Foto: SIGNAL IDUNA

(Dezember 2019) Haben Sie auch so ein Gefühl, dass es in den Innenstädten immer voller wird, je näher die Weihnachtstage rücken? Und da sich viele mit dem eigenen Auto ins Getümmel stürzen, sind auch die Straßen noch verstopfter als sonst. Verkehrsdichte, aber auch das Wetter sorgen für vermehrte Blechschäden in der Adventszeit.

Dunkelheit, Regen, Reifglätte und nasses Laub führen in den letzten Wochen des Jahres zu überdurchschnittlich vielen Verkehrsunfällen. Nach Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft ist die Gefahr von Sachschäden im November und Dezember am höchsten; in der Adventszeit sind diese Schäden 14 Prozent häufiger als im Jahresdurchschnitt.

Immer wieder entpuppen sich in den Innenstädten Ampelkreuzungen als neuralgische Punkte. Wenn es voll ist, sind sich viele Autofahrer unsicher, wie sie sich hier zu verhalten haben. Dabei ist dies klar geregelt, so die SIGNAL IDUNA.

Sich noch schnell bei Grün in den Kreuzungsbereich zu quetschen, verschärft die angespannte Verkehrslage noch zusätzlich. Denn blockiert man dadurch Gegen- oder Querverkehr, gibt’s schnell kein Durchkommen mehr. In §12 der Straßenverkehrsordnung heißt es dazu: „Stockt der Verkehr, darf trotz Vorfahrt oder grünem Lichtzeichen nicht in die Kreuzung oder Einmündung eingefahren werden, wenn auf ihr gewartet werden müsste.“

Dies bedeutet, dass wer in die Kreuzung einfährt, diese auch komplett passieren muss. Ist dies nicht sicher möglich, beispielsweise weil sich ein Stau gebildet hat, so muss man an der Haltelinie an der Ampel auch dann stoppen, wenn sie grün zeigt. Andernfalls kann ein Bußgeld verhängt werden.

Viele Fahrer stellen sich zudem zu langsam auf die schlechteren Straßen- und Sichtverhältnisse ein und fahren weiter wie im Sommer. Dabei sollten sie jetzt langsamer fahren und den Sicherheitsabstand erhöhen. Allerdings haben sich die meisten Autofahrer nach Weihnachten offenbar an den Winter gewöhnt: Bis Ende März kommt es zu vergleichsweise wenigen Sachschäden.

Insgesamt regulieren die Kfz-Haftpflichtversicherer jedes Jahr mehr als 2,5 Millionen Pkw-Unfälle mit reinen Sachschäden und rund 250.000 Unfälle, bei denen Menschen zu Schaden kommen.