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Schwaches WLan stark machen: So klappt es richtig mit dem Netz

Blog-Eintrag   •   Mai 04, 2015 11:42 CEST

(Mai 2015) Drahtlose Computer-Netzwerke gehören heute fast schon zur Standardausstattung für Haushalte und Betriebe. Um so unangenehmer, wenn sie nicht richtig funktionieren. Die SIGNAL IDUNA verrät, was hilft.

Insbesondere in dichtbesiedelten Gebieten wie Innenstädten kann inzwischen die weite Verbreitung der WLan-Technik dazu führen, dass Störungen entstehen, beispielsweise Internet-Seiten nicht richtig geladen werden, Streaming abreißt. Ursache kann sein, dass mehrere Router, WLan-Basisstationen oder „Access Points" (AP), wie sie auch genannt werden, auf einem benachbarten oder gar demselben Kanal funken. Ermitteln lässt sich das, indem man die Einstellungen des eigenen Geräts aufruft und sich die Netze in der Umgebung anzeigen lässt oder eines der vielen Gratis-Tools zur WLan-Diagnose nutzt.

Wenn sich Netze gegenseitig stören, sollte man zu einem Kanal wechseln, den bisher kein anderes verwendet und der möglichst weit von bereits benutzten Kanälen entfernt ist. Denn benachbarte Kanäle überlappen und stören daher einander. Eine Option kann die automatische Kanalwahl darstellen, bei der der Router selbsttätig nach einem freien Kanal sucht.

Abhilfe schaffen kann es auch, wenn man, falls möglich, die Basisstation im n- oder ac-Modus im 5 GHz-Funkbereich betreibt. Dieser ist bisher weniger überfüllt und bietet mehr Bandbreite als der häufiger genutzte 2,4 GHz-Bereich. In letzterem können obendrein auch andere technische Apparate wie Bluetooth- und Mikrowellen-Geräte sowie schnurlose Telefone stören. Nachteil: Längst nicht alle WLan-Router und „Clients", also beispielsweise PC oder Smartphone, sind für den 5 GHz-Bereich ausgerüstet.

Die Platzierung des AP oder Routers innerhalb der Wohnung kann den Empfang ebenfalls verbessern. Möglichst zentral und frei von Hindernissen wäre ideal. Die Ausbreitung des WLans behindern unter anderem Metallteile, wie sie beim Trockenbau, in Stahlbetonwänden oder für Leitungen verwendet worden, sowie Wasser. Feuchte Wände sind also nicht nur der Gesundheit abträglich.

In einem Haus sollte der Router auf der Ebene stehen, auf der sich die meisten Empfangsgeräte befinden. Oft hilft es schon, ihn ein wenig zu verrücken oder zu drehen. Falls seine Antennen flexibel sind, kann man mit deren Ausrichtung experimentieren. Bei mehreren Antennen sollte jede in eine andere Richtung weisen. Ungünstig ist es, den Router in einen Schrank oder gar den Keller zu verbannen.

WLan-Verbindungen verbessern können auch sogenannte Repeater. Diese Geräte greifen die WLan-Signale auf und verstärken sie. Einige Versionen können sogar die 2,4 GHz-Signale älterer oder einfacher ausgestatteter Router in den 5 GHz-Bereich übertragen.

Eine weitere Alternative bieten Kabel: Zum einen wäre da die herkömmliche direkte Ethernetkabelverbindung mit dem Router, die aber häufig unerwünscht oder, wie bei Tablets und Smartphones, gar nicht möglich ist. Bleibt noch die Powerline-Technik. Sie nutzt die vorhandenen Stromkabel zur Datenübertragung. Dabei wird beispielsweise ein Powerline-Adapter per Kabel mit dem Router verbunden, ein zweiter Adapter liefert dem Laptop im Nachbarzimmer das Signal. Powerline-Adapter gibt es in unterschiedlichsten Varianten, auch kombiniert mit Modulen, die wiederum ein eigenes WLan-Netz aufbauen können.

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