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Naturgefahrenreport 2017: Schäden durch Starkregen verzehnfacht

Blog-Eintrag   •   Okt 29, 2017 12:39 CET

Derzeit sind bundesweit nur rund 40 Prozent der Gebäude gegen Elementarschäden versichert. Foto: SIGNAL IDUNA

(November 2017) Unwetter mit Starkregen haben 2016 fast zehnmal höhere Versicherungsschäden verursacht als im Vorjahr. So lautet ein Ergebnis aus dem diesjährigen Naturgefahrenreport des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

In der Gesamtbilanz schlugen Überschwemmungsschäden mit rund 940 Millionen Euro zu Buche, nachdem es 2015 lediglich 100 Millionen Euro waren. 2016 ist damit das Jahr mit den dritthöchsten Überschwemmungsschäden seit 1999. Nur die Hochwasserkatastrophen von 2002 mit 1,8 Milliarden Euro und 2013 mit 1,65 Milliarden Euro waren verheerender.

Allein rund eine Milliarde Euro an Schäden gehen auf das Konto der beiden frühsommerlichen Tiefs Elvira und Friederike, die Ende Mai und Anfang Juni 2016 mit dicht aufeinander folgenden Gewittern und anhaltenden Regenfällen übers Land zogen. An Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben entstanden dadurch Schäden in Höhe von 800 Millionen Euro durch Starkregen sowie weitere 200 Millionen Euro durch Sturm und Hagel. In der Langzeitbetrachtung seit 2000 verursachen Naturgewalten im Durchschnitt einen jährlichen Schaden von 2,4 Milliarden Euro. Es ist jedoch bereits erkennbar, dass sich der Wechsel zwischen schadenarmen und schadenreichen Jahren verkürzt. So schlägt die Serie schwerer Unwetter im Sommer 2017 bei den Versicherern bereits mit rund 600 Millionen Euro zu Buche.

Zwar steigt der Anteil der Immobilienbesitzer, die sich gegen Schäden durch Naturgefahren absichern. Dennoch haben nach wie vor die meisten Eigentümer bisher darauf verzichtet, so die SIGNAL IDUNA. So verfügen derzeit bundesweit rund 40 Prozent der Gebäude über einen erweiterten Naturgefahrenschutz, obwohl sich 99 Prozent versichern ließen.

Die Erweiterte Elementarversicherung ist in der Wohngebäudeversicherung der SIGNAL IDUNA enthalten, kann aber gegen Beitragsnachlass abgewählt werden. Sie leistet beispielsweise für Schäden durch Überschwemmungen, Rückstau, Lawinen oder auch Erdbeben. Hausbesitzer, die zum Beispiel einen Neubau versichern, erhalten einen anfänglichen Nachlass von 50 Prozent.

Aber nicht nur Wohngebäude trifft dieses Risiko. Auch gewerbliche Objekte sind gefährdet. Hier ist das Gefahren- und Schadenpotential sogar noch deutlich höher. Umso wichtiger ist es hier vorzusorgen. Die berufsständisch orientierte SIGNAL IDUNA bietet mittelständischen Unternehmen den passenden Versicherungsschutz.

Der Naturgefahrenreport bilanziert einmal im Jahr die Naturgefahrenschäden an Gebäuden, Gewerbe, Industrie und Fahrzeugen. Ein ausführlicher statistischer Datenteil steht unter www.gdv.de/naturgefahrenreport bereit.

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