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Finanztipp: 2019 bleibt spannend

Blog-Eintrag   •   Jan 15, 2019 12:30 CET

(Januar/Februar 2019) Dank Handelsstreit, Brexit und Italien hat sich in den letzten Wochen ein sogenannter Bärenmarkt an den Aktienbörsen etabliert. Aber stehen wir tatsächlich vor einer Rezession? Die Finanzexperten der SIGNAL IDUNA Asset Management (SIAM) wagen eine vorsichtige Prognose für das bereits laufende Jahr.

Vorherzusagen, wie sich der andauernde Handelsstreit zwischen den USA und China entwickeln, welche Auswirkungen der Brexit tatsächlich haben, oder ob die Schuldenkrise wieder aufflammen wird, grenzt ans Lesen im sprichwörtlichen Kaffeesatz. Gleiches gilt ein wenig für die Geldpolitik der Notenbanken. Allerdings halten es die Experten der SIAM für unwahrscheinlich, dass etwa die Europäische Zentralbank von ihrem derzeitigen Kurs abweicht und die Leitzinsen erhöht, obgleich dies angesichts der seit Jahren positiven Konjunkturentwicklung möglich wäre.

In diesem Umfeld zeichnet sich für Bundesanleihen damit ein weiteres Jahr niedriger Renditen ab. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen dürfte nur marginal steigen und auch 2019 deutlich unter der Marke von einem Prozent beenden.

Die Aktienkurse hatten sich in den letzten Wochen deutlich nach unten bewegt. Inzwischen scheint das Pendel allerdings über die fällige Bewertungskorrektur hinaus fast zu sehr in das negative Lager zu schwingen. Den Einschätzungen der SIAM zufolge werden die Unternehmen aber auch in dem Umfeld einer sich abkühlenden Konjunktur in der Lage sein, ihre Erträge zu steigern. Womit auch der Grundstein für höhere Aktienkurse gelegt wird. In dem weiter andauernden Niedrigzinsumfeld bleiben Dividendenpapiere darüber hinaus weiter relativ attraktiv.

Die SIAM empfiehlt, auch in Edelmetallen, insbesondere in Gold, zu investieren bzw. investiert zu bleiben. Letzteres gilt bei unruhigeren Kapitalmärkten nach wie vor als sicherer Hafen. Wer Gold zudem als „Unfallversicherung“ begreift, stört sich auch nicht daran, wenn dessen Preis fällt. Ganz im Gegenteil: Denn das heißt nur, dass der Rest des eigenen Wertpapierdepots sich vermutlich ungefährdet entwickeln kann – es also zu dem befürchteten Unfall bis auf weiteres nicht zu kommen scheint. Und das ist immer erfreulich.

Zusammengefasst dürfte 2019 das zweite Jahr in Folge werden, das an den Nerven der Marktteilnehmer zerrt. Die bestehenden Risiken werden für eine erhöhte Volatilität, aber eben auch Chancen sorgen. Anleger müssen Flexibilität mitbringen und bereit sein, taktisch zu handeln.

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