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E-Bikes im Winter: Auch Akkus leiden unter der Kälte

Blog-Eintrag   •   Jan 17, 2019 08:04 CET

(Januar/Februar 2019) Man sieht sie immer häufiger im Straßenverkehr: Pedelecs und E-Bikes. Viele Radler lassen sich auch durch winterliche Witterungsverhältnisse nicht abschrecken und fahren ganzjährig. Jetzt braucht der Akku besondere Aufmerksamkeit, so die SIGNAL IDUNA und ihr Kooperationspartner ARCD.

Akkus büßen bei kalten Temperaturen viel von ihrer Leistungsfähigkeit ein. So kann der Energieverbrauch eines E-Bikes im Winter um bis zu das Doppelte in die Höhe schnellen. Betroffen sind insbesondere Billig-Akkus, häufig verbaut in Elektrorädern aus Baumärkten und Discountern. Achtet man hier bereits beim Kauf auf Qualität, ist man prinzipiell schon mal im Vorteil.

Wird das Rad nicht genutzt oder muss der Akku geladen werden, ist es ratsam, ihn auszubauen und mit in die Wohnung zu nehmen. Die gängigen Lithium-Ionen-Akkus sollten nicht ganz leergefahren werden. Hängt man sie mit einer Restladung von rund zehn Prozent ans Netz, unterstützt dies ihre Lebenserwartung. Wichtig ist auch, den Akku nicht bei Kälte zu laden: Um ihn voll aufladen zu können und nicht zu beschädigen, sollte man den Ladevorgang erst beginnen, wenn der Akku Zimmertemperatur erreicht hat. Einbauen sollte man ihn erst wieder, kurz bevor man die Fahrt antritt.

Wer einen Zweitakku mit sich führt, fährt am besten, wenn er diesen warm hält. Schon ein Handtuch oder eine Jacke können hier helfen. Damit ein Akku im Alltagsbetrieb seine Betriebstemperatur schneller erreicht und geschützt ist, gibt es spezielle Neoprenhüllen. Hier sind Akkus im Vorteil, die innerhalb des Rahmens liegen: Die sogenannten „Intube-Akkus“ sind beispielsweise besser vor Spritzwasser geschützt, werden im Betrieb aber auch schneller warm.

Im Winter raten Experten übrigens davon ab, zu häufig im Energiesparmodus zu fahren. Wenn der Akku nämlich kräftig gefordert wird, entwickelt er Wärme, die wiederum verhindert, dass er zu stark auskühlt. In diesem Zusammenhang weist der ARCD darauf hin, die Geschwindigkeit immer an die herrschenden Straßenverhältnisse anzupassen.

Empfehlenswert ist außerdem eine private Unfallversicherung – und das unabhängig von der Jahreszeit. Sie ergänzt den gesetzlichen Versicherungsschutz, indem sie unabhängig von Zahlungen Dritter leistet, also etwa von Berufsgenossenschaft, Kranken- oder auch Haftpflichtversicherung. Die Leistungen der privaten Unfallversicherung bemessen sich allein anhand der Unfallfolgen und der vereinbarten Versicherungssumme. Nach schweren Unfällen mit gravierenden Langzeitfolgen können diese Zahlungen unter Umständen den finanziellen Ruin des Unfallopfers abwenden. Außerdem leistet eine private Unfallversicherung auch bei Unfällen, die sich in der Freizeit ereignen, die also nicht unter den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz fallen.

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